drawing by petja dimitrova

Flucht- & Migrationspolitische Bewegung

Gemischte Organisierungen & Migration als ein Weg zu einer gerechten Globalisierung?

Die Welt mobiler Frauen

Städte als Orte einer neuen migrationspolitischen Phantasie?

Globale Bewegungsfreiheit & Grenzregime

Kritik der Migrationspolitik

Aufgaben Sozialer Arbeit in der Migrationspolitik

Proteste gegen Grenzregime

Kurze Worte

Immer stärker achten Menschen heute darauf, dass etwa nicht nur Weiße sprechen. Vielen gilt die Durchsetzung diskursiver Diversität als Schlüssel zu einer gerechteren Gesellschaft, manchen gar als ihre Erfüllung. Doch nicht alle vermögen diese Erkenntnis auch umzusetzen. Bisweilen verkommt die Rede von der »Sichtbarmachung marginalisierter Perspektiven« zur hohlen Phrase. Denn für sie braucht es weit mehr als nur ein Mikrophon, vor das sich eine schwarze Person setzen darf.
Es braucht ein unendlich mühselig aufbauendes Vertrauensverhältnis, damit überhaupt erst ein Raum entstehen kann, den Marginalisierte als auch ihren eigenen begreifen. Das ist die Voraussetzung dafür, die eigene Sprecher*innenposition wirklich artikulieren zu können – und nicht nur der oder die »Andere« zu sein, der oder die als solche*r auch etwas sagen soll.
Das Netzwerk Afrique-Europe-Interact und seine Vorgängergruppe [No Lager] zählen zu den ersten, die ernsthaft den Versuch dauerhafter, gemischter politischer Organisierung unternommen haben. Seine Interventionen sind in den Diskussionen um Rassismus oder globale Gerechtigkeit deshalb immer eine besonders wichtige Stimme hybrider, transnationaler Perspektiven. Der Slogan von Afrique-Europe-Interact lautet »Für Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung«. Er erinnert, genau wie dieser Roman es tut, daran, dass Migration der Weg zu einer gerechten Globalisierung des 21. Jahrhunderts sein kann. Sie verhindern zu wollen ist ein Kampf gegen ein besseres Morgen.

Vorwort Christian Jakob, in: »Die Suchenden« von Rodrigue Péguy Takou NDIE