Soliparty 24.01.2020 für die ZigZag-Kitchen Brüssel

Bewegungsfreiheit für alle!/ Xoriyadda dhaqdhaqaaqa qof walba!!! / !!! حرية التنقل أوالحركة للجميع / ናጻ ምንቅስቃስ ንኹሉ!!! / !!! جنبش آزادی برای همه.

Danke an alle Besucher*innen, helfende Hände, jene, die uns unterstützen und nicht dabei sein konnten, dem Trillke e.V., Die Knolle Hildesheim, Asta HAWK, dem Projekt Samo.fa von Brücke der Kulturen e.V. und ganz besonders dem Kurdischen Kulturverein Hildesheim, WAPANI (Video), Benjamin FRNKLNkrawalle ♀ liebeJaamann. Es war super mit Euch und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!!!

Stadtlabor: „Migration bewegt Hildesheim“ – Wer gestaltet das Wir?

Unsere Broschüre: Solidarische Stadt Hildesheim: Zwischen »Charity« und Urban »Citizenship« wurde veröffentlicht, 26.11.2019 und war Teil einer Vorlesung an der HAWK.

Im Jahr 2024 gibt es im Landkreis Hildesheim und überall: »Open Borders«, Zugang zu und Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen und Willkommenszentren – öffentliche Institutionen, die Mobilität nicht sanktionieren, sondern Menschen das Ankommen an neuen Orten erleichtern

Im Jahr 2024 gibt es im Landkreis Hildesheim und darüber hinaus nicht mehr: Rassistische Bevölkerungs-Kontrollpraktiken, Abschiebungen und Ausländerbehörden, Rassismus und andere Formen der Ausgrenzung

Jeden Mittwoch, von Oktober 2019 bis Januar 2020, 18:15h Faserwerk Hildesheim, Ottostraße 77

Das „Seminar: Migration bewegt Hildesheim – Wer gestaltet das Wir“ richtet den Blick darauf, wie Kommunen und lokale Migration, Willkommen und Inklusion vor Ort in Hildesheim aber auch darüber hinaus in Deutschland und Europa gestaltet haben und fortlaufend zu gestalten versuchen.
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»Ich wünsche mir eine Welt, in der nicht nur unser Kaffee, sondern auch Menschen sicher über Grenzen gehen können.
Die Klimakrise treibt Menschen in die Flucht. Schon jetzt breitet sich die Wüste und Waldbrände von West- bis Ostafrika immer schnellerer aus. Nicht handeln, bedeutet Verletzung des Rechts zu bleiben.«
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»Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist ein feministischer und antirassistischer: Besonders hart werden Frauen von der Klimakrise getroffen – sie sind auch oft die ersten, die ihre Häuser verlassen. Auch wenn sie in Europa ankommen, haben sie es am schwersten. Es ist absurd, dass Frauen 100 Jahre lang für ihre Rechte gekämpft haben – und jetzt sollen geflüchtete Frauen hier damit wieder von vorne ankommen?«*

»Wir sind überzeugt, dass die Grenze die Fluchtursache ist und dass alles anders ist, wenn es eine offene Grenze gibt, wo es ein Hin und Zurück gibt. Wie im Schengen-Raum mit einer neuen Beziehung des Gebens und Nehmens. Dann würden junge Menschen wieder ihren Mittelmeer-Raum haben – mit seiner ursprünglichen Identität des Tausches, bei der wir auf die andere Seite gehen können und willkommen sind.«*

»Und ich möchte eine Welt, in der alle Menschen bleiben können, wenn sie das wollen. Das RECHT ZU BLEIBEN haben Menschen aus dem globalen Süden im September 2019 auf einer Konferenz auf den Philippinen gefordert, in: “Manila Initiative on the rights of climate migrants”«*
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Rückblick Berlin: Interview-Training zu Klimagerechtigkeit mit sozialen Bewegungen

*Diese Zitate sind Ergebnisse zweier Workshops mit afrique-europe-interact, Women in Exile, Ende Gelände, Fridays For Future u. a. im Herbst 2019. Das Sea Watch-Office war Knoten eines Antira-Ratschlags zwischen Delegierten aus bundesweiten sozialen Bewegungen für eine gemeinsame Sprache in der Klimagerechtigkeit. Mit migrantischen Forderungen nach Bewegungsfreiheit nahmen wir konkret die Perspektive einer Klimagerechtigkeit südlich des Mittelmeeres ein, wie: Europäischer Nationalismus und militärischer Dschihadismus gefährden in der Sahelzone Bewegungsfreiheit, Menschen, Tiere, Umwelt, sind push-faktor, mitverursacht durch EU-Außengrenzen: es ist rassistisch, dass in der Problemlösung Diasporas nicht einbezogen werden oder Ich wünsche mir eine Welt, in der Menschenrechte nicht nur für weiße Leute gelten, und sowohl Millionen Menschen, dessen Nahrungsquellen bereits gestern zerstört wurden und durch Dürre, Wasserknappheit, Überschwemmungen leiden, als auch die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen bzw. Gemeinschaften mit einem geringen globalen Anteil am Klimawandel mit an den Tischen sitzen sollten, an denen globale Umweltverursacher, Institutionen, Konzerne entscheiden. Wir wollen nicht mehr nur die Krümel – wir wollen auch ein Stück von der Kuchen-Demokratie oder Ich wünsche mir Solarfarmen statt Uranförderzonen und Grenztechnologien von Siemens in der Wüste.

Wir finden hiermit, dass ein Cross-Over in der Klimagerechtigkeit nur dann gelingen kann, wenn weitere Themen wie Militarismus und Geschlecht in der Handlungsmacht Amina Mamas dazu gedacht werden. Angelpunkt des Ratschlags war die Kritik an Sprechende „humanitärer“ NGOs (White Saviorism) und Nationalismus-Vorwürfe an Klimabewegungen. Obwohl der Workshop offenbar für einige Akteur*innen zu mehr Sicherheit im Handeln führte, möchten wir die Karotte des Cross-Overs nochmals in die Runde geben in der Hoffnung, dass die Flaschenpost aufgenommen wird, um neben Amina Mama, die das Nachwirken von kolonialen Militärherrschaften aufgrund patriarchaler Strukturen in heute demokratischen Ländern untersucht, weitere Themen stärker zu verdichten, wie die wirtschaftliche Ordnung (Yash Tandon: WTO & IWF-Kritiker), Klassen-, Geschlechter- und Rassenhierarchien (Cornel West: Amerikanischer Pragmatismus), Gefängnisse, Trauma und Akkulturationsstress (Erhabor Sunday Idemudia: Psychopathology), Climate change, health, and sustainable development in Africa (Mbih Jerome Tosam, Richard Achia Mbih, Health-Philosophy), Intersectional Justice (Kimberlé Crenshaw: »Critical Race Theory«) sowie good governance, good leadership bzw. strukturelle Gründe für Armut (Wangari Maathai: Ecofeminism).

Last but not least: wurden beim Zusammentreffen Sprechformen nach ihrem Erfolg diskutiert, die in der gesellschaftlichen Debatte das Potential haben, Kräfteverhältnisse zu verschieben und das Selbstverständnis, sich zu fragen, was es heißt, die Definitionsmacht als ein koloniales Produkt (Abullahi An-Na’im: Polylog 2013) zu ergreifen.

Rückblick Göttingen: Labore – Katalysator für die postmigrantische Gesellschaft? Ein Erfahrungsaustausch zu Erwartungen, Experimenten, Erfahrungen

In Göttingen war das Zentrum für Globale Migrationsstudien Gastgeberin eines kleinen Erfahrungsaustausches mit Kooperationspartner*innen zu Städten als Laboratorien der Einwanderungsgesellschaft. Dabei vernetzten wir uns mit afrique-europe-interact (AEI) und verständigten uns auf mehrere Aktionen für Juni 2020 in Hildesheim. Kleine Fußnote dazu, da sich die Arbeit von NBNP dahin gehend erweitert hat, Menschen in verantwortlichen Positionen in Diskussionen zusammenzubringen – denn der Rahmen mit AEI sollte eine leider am 4. Juni ausgefallene Diskussion im Literaturhaus sein mit der Koordination des UNHCR Germany Susanne Kindler-Adam, wo AEI sicherlich aufgrund der »refugee«-Sit-ins gegen das UNHCR-Asylsystem in der angespannten Sahelzone (Agadez, Niger) sich den ein oder anderen Schlagabtausch geleistet hätte.

Das Recht, Rechte zu haben als Kern der vielschichtigen Konzepte von »Solidarity Cities«. Da in Göttingen über »Solidarity Cities«, Munizpalismus und Diversity diskutiert wurde, noch ein paar Anmerkungen dazu – denn wir hätten uns rückblickend einen Blick auf neue Dynamiken zu: Migrants with Irregular Status in Europe gewünscht, sozusagen: Guidance for Municipalities on behalf of the City Initiative on Migrants with Irregular Status (C-MISE). Vorwiegend, weil mit Sabine Hess («Recht auf Gesellschaft») dazu im Plenum die Expertise da gewesen wäre und weil wir selbst in »Urban Citizenship«-Kämpfen beteiligt sind: in einer Rathaussitzung im Februar 2020 bekam die aus unserem Netzwerk gegründete Initiative »Solidarity City Hildesheim« trotz anfänglichen „studentisch-idealistischen“ Vorwürfen in der Runde im Nachhinein Zuspruch des Sozialdezernenten für das Einfordern kommunaler Spielräume in Form einer City-Card. Allerdings verläuft die Umsetzung mit der Stadtverwaltung und Universität Hildesheim mehr als holprig, trotz erster Rechtsgutachten zur Umsetzung in Stadt-Staaten und vieler positiver ID Card Inspirationen: die »Paris citizen card« ist nur eines der vielen guten Beispiele, die den nordamerikanischen Municipal ID Cards (besonders der New Yorker IDNYC Card) folgt und eingeführt wurde, um das Zugehörigkeitsgefühl marginalisierter Gruppen (auch von LGBTIQ+) in der Stadt zu stärken. Wichtig, um es zu betonen, sie ersetzt aber die Privilegien der deutschen Staatsbürgerschaft, die ein wünschenswertes Hin und Zurück (zirkuläre Migration) ermöglicht, so wie es noch in Frankreich in den 1950er, 1960er Jahre in Frankreich der Fall war, ohne die europäische Blockade und die ersten zehn Jahre eine relativ gute Zeit waren (Alassane Dicko 2016).

Auch wenn »Solidarity City Hildesheim« eine weiße Bündnisarbeit in rassistischen Verhältnissen ist, war Ausgangspunkt ein transnational gemischtes selbstorganisiertes Stadtlabor zwischen Studis und Nicht-Studis, sowohl Migras, Nicht-Migras als auch Sozialarbeitende: allerdings erweiterte sich schnell die Gruppendynamik zum regelmäßigen Plenumstermin am Begegnungspunkt des Ottoplatzes aufgrund der Barrieren migrantischer Lohnabhängigen und das Stadtlabor-Netzwerk bzw. das Seminar reichte bis in die Orte und Selbstversorgerläden von Migrant*innenselbstorganisationen. In diesem Netzwerk ist nicht neuerdings bekannt, dass Delegierte aus Diasporas immer häufiger kritischere Worte über Islamfeindlichkeit, Behördengewalt, Deportationen, Mehrfachdiskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt, hohe Anwaltskosten (etwa für Duldung oder Zusammenführungen), Arbeitsbedingungen oder zunehmenden Alltagsrassismus (den vor allem Kopftuchtragende auf der Straße erfahren). Denn wie die Demonstration 2017 gegen Abschiebungen nach Afghanistan und #BLM zeigen, ist unser Thema stark, wenn es von Momenten der Präsenz auf den Straßen getragen wird, genauso von Momenten einer Selbstorganisation der »refugees« und von autonomen Strukturen. Die Soziale Arbeit, die nur begrenzt abfedern kann, könnte den Anstoß hierzu geben bzw. die aus der Critical Whiteness weniger bekannte Praxis der Accountability leisten, wenn sie Lilla Watsons bekannter Maxime folgt und staatskritisch, organisationskritisch, selbstkritisch an die Sache geht. Oft genügt die Gelegenheit, wie die Aufhebung des Abschiebeverbots nach Syrien oder aktuell in den Sudan, um gemeinsame Kampagnen zu starten, eine Bamf-Bus-Karawane zu organisieren und von unten institutionelle Dogmen des rassistischen Grenzregimes aufzubrechen.

Daher tendiert unser Gefühl zu sieben Leitplanken, erstens sollten viel mehr institutionelle Debatten über Intersectional Justice und weiße Vormachtstellung (»White Supremacy«) entfacht werden, um die Strukturen des Grenzregimes herauszufordern, denn um auch die andere Seite der Medaille zu benennen, honorieren nur die wenigsten, welche Energien in migrantischen Communitys vorhanden sind (erst recht nicht die McKinsey-Asylberatung des Innenministeriums zur weltweiten Ausweitung von Hotspots); wie viel Lebenswille und Ideen spürbar sind, zu was Geflüchtete und Migras in der Lage sind. In den Medien der weißen Mehrheitsgesellschaft begegnen wir eher einem depressiven Bild, welches Flucht und Migration lediglich grau in grau zeichnet, zweitens: sich zu Allyship-Verbündeten zu machen, aber auch mithilfe neuer Formen der Inklusion (social inclusiveness) bisherige Konzepte wie die Stadt-Bürger*innenschaft mithilfe von „State Citizenship“ erweitern, gemeinsame Ziele und Schritte dahin aufschreiben drittens sich eigene Schwächen zugestehen, darüber gemeinsam reflektieren und gegenseitig Feedback erfragen. Viertens: Unsere Stärke hängt auch von unserer Verhandlungsposition gegenüber Stadtpolitik und Verwaltung ab. Ohne diese Präsenz und Stärke werden wir zu Bittsteller*innen. Wir haben in der Rathaussitzung erlebt, wie unsere Forderungen lange kleingeredet und abgefälscht werden. Durch Nachgespräche sich Türen öffneten; allerdings Zuständigkeiten offen blieben. Fünftens die Frage nach den basisorientierten Konzepten von »Solidarity Cities« vor zwei Jahren: also warum selbstorganisierte Zentren und Hostels, Solidarity Spaces, Mapping, BürgerInnenAsyl in den Hintergrund getreten sind? Denn wer spricht noch davon? Ist es jetzt Zeit dafür mit der Stadt Leerstände in Wohngenossenschaften und Moscheen zu gründen? In mehreren solidarischen Städten haben sich sechstens Aktivist*innen auf Themen konzentriert, die einen langen Atem in der Auseinandersetzung mit Stadtpolitik und Verwaltung erfordern, wie Gesundheitsversorgung, Bildung, City ID Card: je mehr weißer die Beteiligten waren, desto mehr glauben wir an diese merkwürdige Affinität zu Stadtpolitik und Verwaltungen. In Bezug auf »Recht auf Stadt«: Was heißt weiße Bündnisarbeit in rassistischen Verhältnissen? Wie sollten wechselnde Allianzen in Bündnissen aussehen? Bald hoffen wir dazu auf Unterstützung durch Hochschulgruppen, die den Fachtag: Rassismus betrifft alle Fächer bereits fleißig vorbereiten. Der letzte Punkt siebtens: Wie gelingt eine progressive Stadtverwaltung? Die Solidarity City-Initiativen werden mit dem Projekt der Eurocities sehr oft in einen Topf geworfen. Natürlich können wir auch von den Eurocities viel lernen. Die Auseinandersetzungen mit den progressiven Stadtverwaltungen haben eine Reihe positiver Entwicklungen hervorgebracht. Und auch die Konzepte von Seebrücke (wo wir auch beteiligt waren und wichtige Erfahrungen sammelten), From Sea to Cities, Busses of Hope, Forderungen nach Resettlement und Relocation sind ohne Kooperation mit der Stadtpolitik und Verwaltung nicht denkbar – genauso wie das Jugendamt für die Kinder aus Lesbos. Um die Chancen zu vergrößern, hilft ein Gespür für Zuständigkeiten, Prioritäten und Verbindlichkeit.

Fazit. Die zwei Treffen waren sehr gute Lernwerkstätten des Austausches – mitunter kontroversen Diskussionen, das Erlernen neuer Handzeichen und Community-Organizing. Trotz dessen, dass uns oftmals die Zeit fehlt, in Bündnissen zu arbeiten und unserer nicht-progressiven Sichtbarkeit, seien es globale Streiks, Kongresse, TV-Talkshows oder Stadtratssitzungen, glauben wir, dass unsere einzelnen sozialen Kämpfe, erst dann erfolgreich sind, wenn wir sie in einfacher Sprache diskutieren und in effektive Kanäle artikulieren. Wir bleiben mit einem langem Atem dran.

Beim Klimagerechtigkeits Interview-Training im Sea Watch-Office (17.11.2019) waren Akteur*innen und Delegierte von Women in Exile, Bundeskoordination Fridays For Future, Sea Watch, IUVENTA, EG, XR und Netzwerk NoBorder. NoProblem (NBNP) sowie im Stadtlabor: Migration bewegt Göttingen (30.10.2019) afrique-europe-interact, Humangeographie, TU Chemnitz, Stadtlabor, Historisches Museum Frankfurt und die AG Stadtlabor Hildesheim von NBNP u. a. mitwirkend.

Die AG Stadtlabor, Netzwerk NoBorder. NoProblem

V.l.n.r.: Zain al-Khatir (Buchautor), Sparwasser (NBNP), Carla Reemtsma (FFF), Pauline Brünger (FFF Köln), Tom Patzelt (FFF Berlin)

Aktionsmöglichkeiten darauf

Kontakt: nobordernoproblem[at]posteo.de

Praktizierende von HAWK Open, Integrationsbeirat Stadt Hildesheim, NoBorder. NoProblem sowie Kulturschaffende, Sozialarbeitende und Zugewanderte haben die Veranstaltungsreihe initiiert, um die öffentlich-politische Debatte, die Migration vorwiegend als Problem bewertet, zu versachlichen. Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter und durch Erfahrungen der zivilgesellschaftlichen Initiativen empirisch geerdeter sowie künstlerisch übersetzter Dialog, der lösungsorientiert kommunale Erfahrungen und Ressourcen aufzeigt.

Von Oktober 2019 bis Februar 2020 dient der Ottoplatz in der Nordstadt, jeden Mittwoch ab 18:15 Uhr mit dem Faserwerk und dem Kunstraum 53  als Veranstaltungsort und Begegnungspunkt, um miteinander statt übereinander zu recherchieren, wie „offen“ Hildesheim gegenüber Zugewanderten ist. Gemeinsam werden Projekte entwickelt, um partizipativ mit Akteuren der Stadtgesellschaft Einwanderungs- und Integrationsprozesse in Hildesheim praxisnah zu fokussieren.

Die Seminar-Ergebnisse werden im Zeitraum von Februar bis September 2020 beim transkulturellen und soziokulturellen Maloja-Projekt mit einem Festival als Höhepunkt  Ende Juni 2020 der Öffentlichkeit präsentiert. Für eine gemeinsame Gruppen-Dynamik ist es hilfreich, möglichst regelmäßig zu erscheinen.

Buchgespräche 28.9., Berlin mit Adam Baher, 2.11. in Hildesheim mit Abbass Anoor und 15.11. in Göttingen »Ums Überleben Kämpfen«

Last Saturday, the 2th November 2019, I had a nice concert in Hildesheim.https://bridgesmusikverbindet.de

Gepostet von Abbass Anoor am Mittwoch, 6. November 2019

Eine Nachricht vom Netzwerk „NoBorder.NoProblem“:„Unser nächstes Buchgespräch mit Zain Al-Khatir (»Ums Überleben…

Gepostet von Institut für Philosophie Hildesheim am Dienstag, 12. November 2019

United Solidarity-Paradeblock mit 9 Trucks auf #unteilbar am 24.8., Dresden

Auf dem antirassistischen & antifaschistischen Block gab es viele Stimmen, X-Sprachen, sie kamen von überall her und waren schon immer hier; wir verteidigen den Mut gegen die Angst und sprechen über das Notwendigste und Schönste der Welt: Solidarität. Auf 9 Trucks:

  • Coalition Truck – Solidarity Studio.
  • Alltagsrassismus frisst unsere Seele – unteilbar gegen rechts!
  • Anti-Deportation Truck – Abschiebungen sind ein Verbrechen!
  • Nationalismus ist keine Alternative (NIKA)
  • Fluchtursachen und Bewegungsfreiheit
  • Solidarity City Themenwagen
  • Aufstehen gegen Rassismus Chemnitz
  • Flüchtlingsräte & Pro Asyl
  • Yalla Yalla Antifascisti – Theater X

»Oury Jalloh war ein Zauberer, laut Polizeibericht. Vollführte im Verborgenen sein größtes Meisterstück. Hat mit Händen und mit Füßen, fixiert an Grund und Wand. Sich auf feuerfester Matte in Schutzhaft selbst verbrannt. Wie man von Einzelfällen sprechen kann, ich werd es nie verstehen. Es gibt Menschen, die das wollen, die das alles gerne sehen. Tief in ihren Herzen heben sie die rechte Hand. Zünden Krisenherde, hoffen auf den Flächenbrand. […] Wo bleiben die Beschwerden? Warum lassen wir das zu? Wir können was dafür, wenn wir nichts dagegen tun. Wo bleiben die Beschwerden? Wo führt das alles hin? Warum tun wir so, als wärn wir blind? Wir schweigen ins Verderben, wenn wir tun, als ob nichts wär. Wir können was dafür, wenn wir uns nicht dagegen wehren. Wo bleiben die Beschwerden? Es gibt nur einen Weg: Widerlegen, widersetzen, widerstehen. Und irgendwo hinter der Glotze endet unser Tellerand. Und wir richten ohne Glatze ähnlich großen Schaden an. Nein, es sind nicht die paar Nazis, es ist unsere Ignoranz. Als wär es nicht in unserer Mitte, sondern nur am rechten Rand. Machen wir weiter unsere Witze über Gutmenschen im Land.« – ENNO BUNGER auf #unteilbar

Yalla Yalla Antifascsiti!
Defend Solidarity!

Demonstration gegen zentrale Abschiebebehörde in Hannover Langenhagen am 4. Juli


Ausstellung “Unter der Brücke kann man die Sterne nicht sehen” auf der Kulturellen Landpartie; 20. Mai bis 10. Juni; Schwarzer Weg 5, 29462 Güstritz

Programm der Villa Wendland


Impuls Gespräche am Domhof; 14. Mai um 20 Uhr; Domstraße 30, 31141 Hildesheim

Zum fünften Mal laden die Dombibliothek Hildesheim und das Institut für Philosophie der Universität Hildesheim ein und schaffen Raum, um über gesellschaftsrelevante Themen zu sprechen. Das Thema im Sommer 2019 ist: “Mensch, Haltung!”. An drei Abenden beleuchten wir, was Haltung ist, wie man sie zeigen, beschreiben und bekennen kann.

Zum 14. Mai sind Vertreter*innen von No border. No problem. und ein Vertreter von Seebrücke Hildesheim als Impulsgeber*innen eingeladen. Ein*e Moderator*in wird durch den Abend führen.

Charly gibt Einblick in die Arbeit von NoBorder. NoProblem und ist Mitarbeiterin des Centers for Global Migration Studis Göttingen und dem Stadtlabor „Migration bewegt Göttingen“.
Für Ghaylan bedeutet NoBorder. NoProblem auch die inneren Grenzen in der Gesellschaft zu überwinden. Bei der Diskussion zeigte er mit Fotos seiner Ausstellung Einblicke des Weges von Syrien über Türkei, Samos und der Balkanroute, dem Marsch der Hoffnung Tausender, nach Hildesheim.
Claus Beckmann ist Aktivist bei der Seebrücke Hildesheim und macht mit mehreren Aktionen über die globale Abschottung und das Versagen der europäischen Migrationspolitik aufmerksam, näherte sich damit dialogisch den Institutionen der Hildesheimer Stadtpolitik, um Hildesheim zum sicheren Hafen zu machen und war bei der Proteststaffel maßgeblich beteiligt.

“Unter der Brücke kann man die Sterne nicht sehen” in Berlin von April bis Mai

Berlin-Charlottenburg, Schillerstraße 106.


Zweite Resolution der Stadt Hildesheim zur Seenotrettung im Mittelmeer

„Am 01. April 2019 stellten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen weiteren Antrag unter dem Titel: Resolution „Hilfe für Bootsflüchtlinge – für eine humanitäre und menschenwürdige Behandlung von Schutzsuchenden in Seenot“. Die Fraktionsvorsitzenden von SPD (Bernd Lynack) und Grünen (Ulrich Räbiger) begründeten diese zweite Resolution mit einer unveränderten Lage im Mittelmeer. So ist Ende März die EU-Militäroperation EU NavForMed/Sophia eingestellt worden, die innerhalb von drei Jahren immerhin 49.000 Menschen aus Seenot rettete. Die privaten Seenotrettungsorganisationen werden weiterhin massiv an der Seenotrettung gehindert. Auch angesichts des Rechtsrucks und stärker werdenden Nationalismus in Deutschland wollen die beiden Fraktionen ein politisches Zeichen für Menschlichkeit setzen. Die Resolution wurde mit einer Mehrheit von 28 Stimmen angenommen, darunter auch Stimmen von der CDU. Es gab drei Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen.

Die Resolutionen vom 27. August 2018 und 01. April 2019 stehen nebeneinander und müssen zusammen gedacht werden. Die Stadt Hildesheim ist eine von bundesweit 47 sicheren Häfen. Im Publikum saßen 30 bis 40 Zuschauer*innen, darunter viele Aktivist*innen der Hildesheimer Seebrücke. Die Hildesheimer Seebrücke wird auf die Hildesheimer Politik einwirken, damit diese den Worten auch Taten folgen lässt.

Text von: https://www.nds-fluerat.org/37391/aktuelles/zweite-resolution-der-stadt-hildesheim-zur-seenotrettung-im-mittelmeer/


Soli-All-Nighter am 12. Januar in der Nordstadtbraut, Hannover

In einem Vortrag sprechen freiwillige Helfer*innen über ihre Erfahrungen in Nordfrankreich.
Es werden aktuelle Einblicke in die Lebensverhältnisse von Menschen auf der Flucht in den nordfranzösischen Städten und den dortigen freiwilligen Unterstützungsstrukturen gegeben. Anschließend können Fragen zur Thematik gestellt werden.
Des Weiteren werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie unabhängig von Vorkenntnissen, Alter, Geschlecht und Beruf jeder Mensch Unterstützung leisten kann.
Später am Abend laden Dr. Waterlily an den Plattentellern und der Bootsmann am Sax zu feinstem Reggae/Rocksteady zum Tanz bis in die frühen Morgenstunden.
Wir freuen uns auf Euch ab 18.00 Uhr, Engelbosteler Damm 87!

hier gehts zur Facebookveranstaltung


Ausstellungseröffnung mit Vortrag am 14. in der OM10 // Soliparty am 15. im Dots in Göttingen

Am zweiten Dezemberwochenende sind wir gleich zwei Mal in Göttingen aktiv. Am Freitag Abend ab 16 Uhr wird im besetzten Haus OM10 unsere Ausstellung „Unter der Brücke kann man die Sterne nicht sehen“ mit einem zusätzlichen Vortrag von Aktivist*innen, die zuletzt in der Normandie aktiv waren eröffnet. Am Samstag wird dann im Dots eine Soliparty für uns stattfinden.

Hier findet ihr den Link zur Veranstaltung im Dots. https://www.facebook.com/events/2198829647034603/


Soliparty am 1. Dezember im Stilbrvch in Göttingen

Am 1. Dezember findet im Göttinger Tanzclub Stilbrvch vom Kollektiv Kleinstadt  eine Soliparty statt, an der sich No border. No problem.  mit  einem Infostand beteiligt und Schnaps gegen Spende verteilt.

Infos zum Line-Up etc. könnt ihr der Facebookveranstaltung entnehmen. Falls ihr noch unentschlossen seid und erst mal reinhören wollt, gibts alle Künstler*innen auch auf SoundCloud!

https://www.facebook.com/events/616552435434597/

Ausstellung vom 18. bis 20. Oktober auf dem State of the Art. 

“Unter der Brücke kann man die Sterne nicht sehen”

Vom 18. bis zum 20. Oktober wird die Ausstellung in auf dem State of the Art Festival an der Domäne Marienburg (Domänenstraße 1) in Hildesheim gezeigt. Dort wird aus Flüchtenden Perspektive und aus Unterstützer*innen Perspektive das Leben von Flüchtenden unter einer Brücke an der italienisch-franzöischen Grenze gezeigt.
Außerdem informieren wir euch über unsere Arbeit und berichten von unseren Erfahrungen.

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SNNTG Festival 2018 | 27. bis 29. Juli

Auf dem SNNTG Festival in Sehnde bei Hannover waren wir mit unsrer Ausstellung “Unter der Brücke kann man die Sterne nicht sehen”, einem Infostand und einem “Forumtheater” vor Ort. Mit unserem Auftreten wollten wir Öffentlichkeit für unsere Arbeit, aber auch die Situation und unsere Erlebnisse als Aktivist*innen in Ventimiglia schaffen.

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Ausstellung im &Büro | 6. bis 10. Juni

“Unter der Brücke kann man die Sterne nicht sehen”

Die Ausstellung fand zwischen dem 6. und 10. Juni im &büro in Hildesheim statt. Sie zeigt das Leben unter einer Brücke an der italienisch-franzöischen Grenze. Sieben Schutzsuchende erzählen mit ihrem Blick durch die Kamera.

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Ventimiglia im Frühjahr 2018

Projekte vor Ort                 → zum durch klicken:

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Hildesheimer Allgemeine Zeitung | 24.02.18

Hildesheimer Allgemeine Zeitung | 24.02.18

 

Benefizkonzert mit Friedrich Thiele | 22.02.18

Vielen Dank an alle Besucher*innen und den Cellisten für die Unterstützung!

 

 

 

Kehrwieder | 17.02.18

 
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Solivestival Trillkegut | 27.01.18

Unsere zweite Soliveranstaltung für das Projekt, nochmal gemeinsam gefeiert für den guten Zweck! Leinwände wurden hochgefahren, Sofas abgestaubt, Bier und Limo gekühlt, Soundcheck gemacht, das Tanzparkett poliert und in der Küche geschnibbelt.
Alle Erlöse der Veranstaltung gehen an das Projekt!